Stunde der Wintervögel vom 8. - 10. Januar 2021

Der LBV und sein bundesweiter Partner NABU rufen wieder zur „Stunde der Wintervögel“ auf. Vom 8. bis zum 10. Januar können bayerische Vogelfreundinnen und -freunde wieder eine Stunde lang Vögel beobachten, zählen und dem LBV melden. – Die Blaumeise ist nach Epidemie besonders im Fokus.

 

Die „Stunde der Wintervögel“ ist die größte wissenschaftliche Mitmachaktion Deutschlands und findet in Bayern bereits zum 16. Mal statt. 2020 hatten sich an der Aktion allein in Bayern rund 27.000 Menschen beteiligt. Der Haussperling ergatterte damals den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel in den Gärten des Freistaats, Kohlmeise und Feldsperling folgten auf Platz zwei und drei.

 

„Im Landkreis und Stadt Ansbach waren es letztes Jahr um die 600 Teilnehmer. Im Landkreis Ansbach war der häufigste Vogel der Haussperling, gefolgt von Feldsperling und Kohlmeise. In der Stadt Ansbach wurde am häufigsten die Kohlmeise beobachtet, gefolgt vom Haussperling und der Blaumeise. Alles Arten die sich einfach unterscheiden lassen“ so Markus Bachmann Vorsitzende der LBV Kreisgruppe Ansbach. „Bei der Stunde der Wintervögel mitzumachen ist eine gute Möglichkeit, um jetzt im Lockdown die Natur vor der eigenen Haustür besser kennenzulernen. Viele werden merken, dass es gar nicht so schwer ist, da sich die häufigsten Gartenvögel einfach unterscheiden lassen. Hilfestellung dazu finden die Menschen heutzutage zahlreich im Internet. Ich empfehle die zur Aktion zugehörige Homepage, hier werden gezielt für die Aktion Bestimmungshilfen und Fotos der häufigsten Vögel angeboten.“ So Bachmann weiter.

 

„Besondere Aufmerksamkeit gilt in diesem Winter der Blaumeise“, sagt LBV-Biologin Annika Lange. „Im vergangenen Frühjahr war in weiten Teilen Deutschlands eine vom Bakterium Suttonella ornithocola ausgelöste Epidemie aufgetreten, der Tausende Vögel dieser Art zum Opfer fielen.“ Bei der jüngsten großen Vogelzählung, der „Stunde der Gartenvögel“ im vergangenen Mai, meldeten die Teilnehmer*innen auch in Bayern 22 Prozent weniger Blaumeisen als im Vorjahr. Für die LBV-Expert*innen ist es spannend herauszufinden, ob dieser Effekt auch im Winter noch spürbar ist.

 

Über die Aktion:

 

Die Wintervogelzählung funktioniert ganz einfach: Jeder kann eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zählen und dem LBV melden. Von einem ruhigen Beobachtungsplatz aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu sehen ist. Da einzelne Vögel in einer Stunde immer wieder an eine Futterstelle kommen, sollten Sie nur die Maximalzahl melden, die Sie zeitgleich sehen. Die Beobachtungen können im Internet unter www.stunde-der-wintervoegel.de/ bis zum 18. Januar gemeldet werden. Zudem ist für telefonische Meldungen am 9. und 10. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet.

 

Online unter: https://www.stunde-der-wintervoegel.de/ erhalten Sie Meldebogen und Bestimmungshilfen mit den Fotos der häufigsten Vögel.

 

Aus statistischen Gründen gilt: Je mehr Menschen an der „Stunde der Wintervögel“ teilnehmen, desto besser sind die Ergebnisse! Dabei zählt jede einzelne Meldung und deshalb ist Ihre Meldung wichtig. Darum freuen wir uns über jeden einzelnen Teilnehmer.

 

Blaumeise Foto: W-Kittel
Blaumeise Foto: W-Kittel
Haussperlinge  Foto: W.Kittel
Haussperlinge Foto: W.Kittel
Kohlmeise  Foto: W.Kittel
Kohlmeise Foto: W.Kittel